Weiterdenker

Education 2.0

Mehr Raum für sich finden – Shaolin für Manager

17. September 2008 von Ines Simbrig

Shi Yan Bao Man liest und sieht in letzter Zeit viel von den spektakulären Shows der Shaolinmönche: Sie touren durch die Welt und sorgen durch die Demonstration ihrer schier übermenschlichen Fähigkeiten für staunende Augen und offene Münder. Umso mehr war ich überrascht, im Seminar einen ruhigen und etwas zurückgezogen wirkenden Mönch zu treffen.

„Mein Kloster ist jetzt in Berlin“, erklärte Shi Yan Bao während des Seminars. Dort lehrt er seit einigen Jahren Kung Fu und Qi Gong, reist auch sonst als Management- und Leistungstrainer durch Europa. Was nichts an seinem Tagesablauf ändert, der geprägt ist vom frühen Aufstehen, Meditation und dem Praktizieren von Shaolin.

Wir üben während des Seminars viel im Freien, mit dem Qi Gong klappt es bald gut. Wir beginnen schon vor dem Frühstück und bereiten unseren Körper durch das Trinken von heißem Wasser und heißem Wasser mit Honig vor. Einmal während des Seminars probieren wir Tai Chi und sind überrascht, wie viel Koordination und Konzentration diese bei Shi Yan Bao so ästhetisch und anmutig aussehenden Bewegungen erfordern. Überhaupt geht es in dem Seminar viel um Raum. Wir bewegen uns mit unseren Körpern darin, üben im Seminarraum, im Freien… Ein Gedanke von Ralph Wilms ist mir besonders haften geblieben: Wir reden immer soviel von der Zeit; dass wir sie nicht haben, dass wir mehr brauchen und so weiter. Was aber ist mit dem Raum, den wir uns geben bzw. nehmen? Denn wirklich zur Ruhe kommen können wir nur, wenn wir uns auf unseren inneren Raum konzentrieren und ihn versuchen zu erweitern.

Nun, es führen viele Wege nach Rom. Um mehr innere Klarheit zu erhalten, muss jeder die für sich richtige Methode finden. Es kann Qi Gong sein, vielleicht auch etwas völlig anders. Seien wir also weiter auf der Suche und gehen mit offenen Augen durch die Welt.

Abgelegt unter Erfahrungsbericht Seminar

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