Die Welt braucht einen ökonomischen Umbruch
30. Oktober 2008 von Ines Simbrig
Finanzkatastrophe, Energiekrise und Klimawandel: „Wenn wir der dreifachen Bedrohung unseres Lebensstils wirklich begegnen wollen, brauchen wir ein Wirtschaftsmodell, das auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit basiert und so die Zivilisation erneuert.“ So lautet der alarmierende Befund des Ökonomen Jeremy Rifkin in der Süddeutschen Zeitung (sueddeutsche.de, 16.10.2008). Er skizziert, wie es zum Zusammenbruch der weltweiten Finanzsysteme kam und wie die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und die Auswirkungen des Klimawandels unsere Volkswirtschaften weiter schwächen und verheerende soziale Auswirkungen haben. Laut Rifkin ist eine neue industrielle Revolution, bei der erneuerbare Energien eine zentrale Rolle spielen, unausweichlich. Seine Abschlussfrage „Schaffen wir den Umbau noch, bevor es in den Abgrund geht?“ ist rhetorisch. Aber sie macht deutlich, dass wir schnell handeln müssen.
Ein Beispiel aus Österreich: Hier hat man angefangen zu handeln! Der Verein respACT – austrian business council for sustainable development hat eine Reihe von Unternehmen aus der Wirtschaft als Mitglieder. Diese haben sich einem Leitbild angeschlossen, es heißt Erfolgreich wirtschaften. Verantwortungsvoll handeln und ist ein Bekenntnis der österreichischen Wirtschaft ökonomisch, sozial und ökologisch verantwortlich handeln zu wollen. Kurz: die eigene corporate social responsibility wahrzunehmen.
Wie soziale Verantwortung und nachhaltiges Handeln sich für Unternehmen in Südtirol auszahlen kann, wird auf der Tagung Moral und Ethik als Wettbewerbsvorteil am 04.12.2008 an der Europäischen Akademie Bozen vorgestellt.
(Durchführung der Tagung in Zusammenarbeit mit der Weissman & Cie. Italia GmbH)
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Deborah Tomissich
Francesca Gallmetzer
Am 15. Mai 2009 um 16:39 Uhr
Dabei sollte man auch nie vergessen, dass hier nicht der Leitsatz gilt - aus den Augen, aus dem Sinn. Ich habe manchmal das Gefühl, dass einige Nationen meinen, wenn sie ihren Müll in anderen Ländern abladen würde es sie nicht mehr betreffen. Aber wer denkt dabei eigentlich noch an die Folgen. Damit wird eben nicht nur Afrika belastet, das wird zu einem weltweiten Problem. Aber wenn wir es hier merken, wird es wohl längst zu späte sein.
Am 25. Mai 2009 um 17:08 Uhr
Ja, und trotzdem ist das Einzige, was man tun kann, sich an die eigene Nase fassen und überlegen, was man persönlich zu einer Veränderung beitragen kann. Auch wenn’s mühsam ist. Und zur Nachhaltigkeit muss man sich wahrscheinlich auch immer selbst ermahnen: längst aus den Medien verschwunden, heißt das noch lange nicht, dass das Thema erledigt oder gar gelöst ist. Also dranbleiben.