Weiterdenker

Education 2.0

Master für die Holzwirtschaft

16. November 2009 von Ines Simbrig

Am 4. November konnten wir an der EURAC einen Lehrgang vorstellen, der bisher in Mitteleuropa einzigartig ist: einen Masterlehrgang, speziell auf die Wald- und Holzwirtschaft zugeschnitten und vom Baum bis zum fertigen Produkt die gesamte Wertschöpfungskette behandelt. Abschließen kann man mit einem Mastertitel der Universität Salzburg.

Der Master in Management - Schwerpunkt Holzwirtschaft wird von EURAC education zusammen mit dem TIS innovation park, Graubünden Holz und der Salzburg Management Business School angeboten und vom europäischen Sozialfonds sowie vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialwesen und von der Autonomen Provinz Bozen mitfinanziert wird. Zusätzlich wird die Ausbildung vom Südtiroler Landesverband für Handwerker, dem Südtiroler Unternehmerverband und der Wirtschaftskammer Salzburg mitgetragen.

EURAC education präsentiert das neue Kursprogramm 2009/10

12. Oktober 2009 von Ines Simbrig

IMG_4318-webVier unserer Referenten (Bianca Ender, Dario Carloni, Josef Bernhart und Giuliano Kraft) waren am 23. September an der EURAC zu Gast und gaben einen Einblick in Ihre Themen, die sie im kommenden Jahr zum neuen Weiterbildungsprogramm beitragen. Ca. 70 Interessierte aus der Privatwirtschaft sowie aus dem öffentlichen und Non-Profit-Bereich kamen zum Zuhören und Plaudern. Untermalt wurde alles musikalisch von Max Castlunger und Manuel Randi, mit zum Teil außergewöhnlichen Instrumenten.

Einige Fotos zum Abend finden Sie auf Flickr (Button “Diashow” rechts oben).

Green Jobs in Deutschland

22. September 2009 von Ines Simbrig

In Deutschland tobt im Moment der Wahlkampf und Politiker lehnen sich mit Versprechen über soundsoviele neue Arbeitsplätze in soundso kurzer Zeit aus dem Fenster. Ein Artikel in der ZEIT vom vergangenen Donnerstag stellt sehr schön dar, dass man mit Zahlen eher vorsichtig sein sollte - dass aber die “Ökobranche”, vor allem die erneuerbaren Energien, zur Zeit der am stärksten wachsende Sektor ist und auch in Zukunft sein wird. “Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen wachsen Umwelttechnologien und -dienstleitungen besonders stark - und das wird auch noch lange so bleiben” wird ein Experte der Technischen Uni München in dem Artikel zitiert. So werden beispielsweise auch Handwerker in der Lage sein müssen, Umwelttechnologien (die beim energiesparenden Bauen oder bei der Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen zum Einsatz kommen) zu warten und zu reparieren. In Deutschland gibt es bisher noch kaum spezielle Ausbildungsgänge, beim Studium sieht es schon etwas besser aus (Überblick z.B. unter www.erneuerbare-karriere.de).

Durch das ESF-Projekt Green Jobs werden speziell für Südtirol mögliche und auf die lokale Wirtschaft abgestimmte Ausbildungszweige und neue Berufsprofile erarbeitet. Auch das Greening von Arbeitsplätzen (die Abänderung von bereits bestehenden Jobs in Richtung auf ökologische Nachhaltigkeit) wird Thema sein.

Was sind eigentlich Green Jobs?

27. Juli 2009 von Ines Simbrig


Barack Obama machte den Begriff bekannt: er versprach im Wahlkampf die Schaffung von sogenannten Green Collar Jobs. Das heißt, dass die amerikanische Wirtschaft durch Tätigkeiten wie das Montieren von Solarzellen oder die Demontage von alten, nicht energieeffizienten Gebäuden angekurbelt werden soll.

Green Jobs
Green Jobs reduzieren die Umwelt-Einwirkungen von Unternehmen bzw. ganzen Wirtschaftsbereichen auf ein nachhaltiges Niveau. Im einzelnen heißt das, dass Green Jobs
- Ökosysteme und die Artenvielfalt schützen
- durch hocheffiziente Strategien Energie-, Wasser- und Rohstoffverbrauch senken
- die CO2-Bilanz senken
- Abfallproduktion und Umweltbelastungen mindern.

„Grün“ ist jedoch kein absoluter Begriff, die Übergänge zwischen mehr oder weniger grünen Jobs sind fließend. Und Green Jobs sollen nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gut für die Arbeitskräfte sein, nämlich decent, also anständig, menschenwürdig. So sollen beispielsweise die Monteure von Solarzellen nicht unter sicherheitstechnisch mangelhaften Arbeitsbedingungen arbeiten und angemessen bezahlt werden.

Was heißt das alles für den Arbeitsmarkt in Südtirol? Wie wird sich der Klimawandel auf die Beschäftigung und bestimmte Berufsbilder auswirken? Welche Auswirkungen ergeben sich für die Berufs- und Weiterbildung? Diese Fragen stellen sich EURAC education und das Internationale Trainingszentrum (ITC) der International Labour Organisation (ILO) im Rahmen des ESF-finanzierten Projektes „Green Jobs“, das am 26. Mai gestartet ist und bis Oktober 2010 dauert. Besonders unter die Lupe genommen werden die Wirtschaftssektoren Energie, Tourismus und Baugewerbe, die von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen sind.

Hintergrundinfo: Green Jobs Initiative (Mehr…)

Hauptsache Würze?

11. März 2009 von Ines Simbrig

Immer schneller muss heute alles gehen und immer weniger Zeit haben wir Alle – klar, dass da auch der Trend zu Kurzseminaren geht. So berichtet das Magazin managerSeminare in seiner Onlineausgabe über die Weiterbildungsminis, d.h. Seminare, die nur wenige Minuten dauern und oft über das Videoportal Youtube verbreitet werden. In der Kürze liegt die Würze, den Spruch kennen wir, aber in diesem Fall muss dem so umstrittenen wie polemisch-provokanten Buchautor Richard Gris („Die Weiterbildungslüge“) Recht gegeben werden: nachhaltige Veränderung erfordert Dranbleiben, Anstrengung, Eigenmotivation. Die mechanistische Vorstellung, Veränderung und Lernen ließen sich durch kleine (Seminar-)Häppchen erreichen, ist fragwürdig, bestenfalls können hier Denkanstöße gegeben werden. Ein Seminar, einen Lehrgang und somit einen Lernprozess können sie nicht ersetzen. Neu und würzig ist gut und schön, aber man muss nicht auf jeden Trend aufspringen.

“Jeder kann jeden Tag neu anfangen”

13. Februar 2009 von Ines Simbrig

Die Seele reift und enthält mehr Erfahrungen, je älter man wird. Bleibt man im Lauf des Lebens stets in Kontakt mit der eigenen Seele, hält dies jung und lebendig, auch wenn “die physische Lebenslinie nach unten führt”. Es bedeutet daher, dass man in seiner Lebensmitte noch einmal neu reflektieren kann, was die eigenen Person ausmacht, jenseits vom reinen Funktionieren, was das Ursprüngliche und Wesentliche in jedem Menschen ist. Pater Anselm Grün (Mönch, Manager und Schriftsteller) spricht in einem Interview mit dem Stern darüber, wie der Mensch zu sich selbst finden kann und mit welcher Haltung Leben gelingt.

Passend hierzu: das Seminar Zeit für das Wesentliche mit Friedrich Assländer (langjährige Zusammenarbeit mit Pater Anselm Grün) in der Benediktinerabtei Marienberg in Mals, Vinschgau